1924 zog B. nach Berlin, wo er bis 1926 als Dramaturg am Deutschen Theater bei Max Reinhardt, dann als freier Schriftsteller und Regisseur arbeitete. In diese Zeit fiel sein Durchbruch als Dramatiker mit der Aufführung seiner Stücke an mehreren Berliner Bühnen. Er führte selbst Regie in Baal 1926 am Deutschen Theater und Mann ist Mann 1931 am Staatlichen Schauspielhaus. 1933 emigrierte B. und lebte vorwiegend in Skandinavien und in den USA. Am 22. 11. 1948 nach Ost-Berlin zurückgekehrt, gründete er im September 1949 mit Helene Weigel das Berliner Ensemble, dem er bis 1956 als künstlerischer Leiter vorstand. Erster Spielort war das Deutsche Theater, in dem am 11. 1. 1949 die Aufführung von Mutter Courage und ihre Kinder stattfand. 1954 bezog das Ensemble das Theater am Schiffbauerdamm (heute Bertolt-Brecht-Platz 1), wo bereits 1928 B.s Dreigroschenoper uraufgeführt worden war. Seit 1950 war B. Mitglied der Akademie der Künste (DDR) und 1954 deren Vizepräsident. Er wohnte 1953 bis 1956 Chausseestraße 125 ( Bertolt-Brecht-Haus). Sein Ehrengrab befindet sich auf dem Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichswerderschen Gemeinden. An sein Wirken erinnern Gedenktafeln in der Spichernstraße 16 (Wilmersdorf) und der Chausseestraße 125 ( Bertolt-Brecht-Haus). Der Platz vor dem Berliner Ensemble wurde 1963 nach B. benannt. Hier steht auch seit 1988 eine Brecht-Plastik von Fritz Cremer. Seit 1988 erscheint die Große kommentierte Berliner und Frankfurter Ausgabe der Werke Brechts.