ZEHLENDORF-PLAN (1945/46) Der
Z. ist nebst dem sog. Hatte
der Kollektivplan eine völlige Umstrukturierung des gesamten Stadtgebietes
zum Ziel, ging der Z. von den damaligen begrenzten wirtschaftlichen und
technischen Möglichkeiten aus und orientierte die Planung auf eine
Entwicklung der vorhandenen Stadtstruktur ausschließlich durch Verkehrs-
und Freiflächenverbesserung. Dabei sollte sich ein "leistungsfähiges
und klares Verkehrsnetz" (W. MOEST) an den vorhandenen Straßen und
dem vorhandenen Nahverkehrssystem ausrichten. Dazu war vorgesehen, ein
"Band" von zentralen Bahnhöfen für den Personenfernverkehr (Schlesischer
Bahnhof, die Bahnhöfe Friedrichstraße, Zoo und Charlottenburg)
sowie ein Hauptnahverkehrsstraßennetz zu erstellen. Dessen Kernstück
sollte - in Anlehnung an die "Speer'sche Achsenplanung" ( Das Freiflächenkonzept des Z. sah neben den vorhandenen Waldgebieten im ruhigeren Stadtgebiet eine um das Stadtzentrum geführte "Grünzone" von etwa drei Kilometer Durchmesser sowie einen Ersatz der Rieselfelder durch biologische Kläranlagen und ihre Umwandlung in Waldgebiete vor. Obwohl
auch der Z. in seinem Gesamtumfang nicht verwirklicht wurde, bildeten
Planungsprinzip und methodischer Ansatz die Grundlage weiterer Stadtplanung
und Stadtentwicklungspolitik. Aus ihm wurden 1947 die sog. Pläne
A und B der Berliner Stadtverwaltung entwickelt, die 1948 zum Quellen
und weiterführende Literatur: (c) Edition Luisenstadt (Internet-Fassung),
2004 |