BONATZ-PLAN (1948) Der
B. bildet den relativen Abschluß von mehreren Konzeptionen, die
nach dem II. Weltkrieg zum Wiederaufbau Berlins entwickelt wurden. Nach
dem Scheitern des unter Hans Scharoun (1893–1972) entstandenen Wie beim Zehlendorf-Plan und den Plänen A und B standen auch beim B. die Verbesserung der Stadtstruktur allein auf der Grundlage der historischen Entwicklung und Überlegungen zur Verkehrsplanung im Vordergrund. Dem alten Stadtzentrum wurde große Bedeutung beigemessen, der Entwicklung des privaten Kraftfahrzeugverkehrs ein hoher Rang eingeräumt. Basierte der Zehlendorf-Plan jedoch noch auf einem das Stadtzentrum durchquerenden Straßenkreuz und hatten die Pläne A und B bereits darauf verzichtet, so begründete der B. ein Ring- und Radialstraßensystem, bei dem das alte Stadtzentrum durch einen inneren Verkehrsring begrenzt wird und die Straßenführung innerhalb dieses Ringes sich dem Rechtecksystem des Kollektivplanes nähert. Auch dem Ausbau der Grünflächen schenkte der B. große Aufmerksamkeit (Waldgebiete, Parks, Kleingärten, Friedhöfe, Begrünung der Spree- und Kanalufer). Wesentliche Elemente der Straßenverkehrsplanung des B. gingen später in die Flächennutzungspläne von 1950 und 1965 ein Quellen
und weiterführende Literatur: (c) Edition Luisenstadt (Internet-Fassung),
2004 |