Kreuzberg,
Lindenstraße 14.
Das Gebäude des J. gilt als einer der bedeutendsten Neubauten Berlins. Der von Daniel Libeskind (* 1946) entworfene Bau hat einen Grundriss, der ein Netz darstellen soll, das Wohnorte Berliner Bürger (Juden und Nichtjuden) verknüpft, aber auch als zerbrochener Davidstern verstanden werden kann. Die Fassade wird durch die gefrorenen Blitzen gleichenden eingeschnittenen Lichtschlitze bestimmt. Im Inneren setzt sich die unregelmäßige Gestaltung fort, bemerkenswert sind hier u. a. die "voids": leere Räume, die die Abwesenheit jüdischen Lebens in Berlin symbolisieren sollen. 1976 war die "Gesellschaft für ein Jüdisches Museum in Berlin" gegründet worden und ab 1984 veranstaltete das J. als Abteilung des
Berlin
Blumenthal
© Edition Luisenstadt, 2002
Stand:
21. Okt. 2003
Berliner Bezirkslexikon, Friedrichshain-Kreuzberg
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