Gustav Ebe (18341916) baute 1890 das Vergnügungsetablissement "Flora" zu einem Theatergebäude um. Es eröffnete unter dem Namen Concordia-Theater, dann hieß es bis in die 1920er Jahre A. Seinen Ruf als Operettenbühne erwarb es vor allem durch die Uraufführung der Werke von Paul Lincke, der ab 1893 hier als 1. Kapellmeister und Hauskomponist angestellt war. Linckes "Frau Luna" wurde hier am 01.05.1899 uraufgeführt. Das A. zählte zu den frühen Filmvorführstätten Berlins. Bis 1913 gehörte es dem Filmpionier Oskar Messter, der hier im Rahmen des Varietés "kinematographische Aufführungen" veranstaltete. 1903 hatte Messter hier erstmals seinen "Kosmographen", Film in Verbindung mit einem Grammophon, öffentlich vorgeführt. 1913 mit einem festen Projektionsraum ausgestattet, spielte es bis zum Ersten Weltkrieg unter dem Namen Cines-Apollo. In den 20er Jahren wurde das Kino für seine Premieren gewagter und politisch umstrittener Filme bekannt, so kam am 29.04.1926 der Eisenstein-Film Panzerkreuzer Potemkin zur deutschen Uraufführung. Der Kinobetrieb wurde 1930 eingestellt und das Theater als reine Sprechbühne genutzt. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, erinnert heute eine Gedenktafel an das Theater.