Wohnhaus Haubachstraße 8

Charlottenburg,
Haubachstraße 8.

Dia-Serie Wohnhaus Haubachstraße 8 Das eingeschossige Bürgerhaus wurde um 1826 von dem Architekten Carl Ludwig Engel (1778-1840) erbaut. Es entspricht in seiner Anlage dem barocken fünfachsigen Modellhaus  Kontext zu: Eosander von Goethe Johann FriedrichEosander von Göthes für das neugegründete Charlottenburg. Dieser Haustyp hat sich in Charlottenburg bis Mitte des 19. Jahrhunderts gehalten. Heute sind nur noch drei Gebäude von diesem Muster in der Altstadt erhalten ( Kontext zu: Aeltestes Haus CharlottenburgsÄltestes Haus Charlottenburgs). Ein Garten im Hof wurde ab 1855 allmählich überbaut. So errichtete man hier 1855 einen Schweinestall und 1868 eine Klempnerwerkstatt. 1871 baute C. Michaelis (* 1854) an deren Stelle einen Seitenflügel. Diesen nutzte man zum einen als Wohnhaus, zum anderen als neues Stallgebäude. Eine Stube im Vorderhaus wurde 1889 in einen Laden umgewandelt. 1905/06 erbaute Gustav Weyhe im Hof ein viergeschossiges Werkstattgebäude. Heute ist das Erdgeschoss in beige gehalten. Rechts von der Mitte befinden sich die Eingangstür und ganz rechts eine Feuerwehrzufahrt. Über dem Erdgeschoss erstreckt sich ein Sims. Aus dem steilen Dach mit braunen Schindeln stehen Mansardenfenster weit hervor. Das W. wird von einem drei- und einem fünfgeschossigen Haus begrenzt. Im Wohnhaus bzw. in den Gebäuden des Hofes haben heute die IFAG (Institut für Angewandte Gerontologie/Staatlich Anerkannte Fachschule für Altenpflege) sowie die Akademie für Internationale Bildung mit der Albert-Einstein-Fachoberschule (Fachbereich Sozialwesen International) ihren Sitz. Das Haus steht unter Denkmalschutz.

Quellen und weiterführende Literatur:
Literatur[ Denkmalliste Berlin 2003, GRO Vorortrecherche ]

 

© Edition Luisenstadt, 2005    Stand: 3. Jan. 2005
Berliner Bezirkslexikon, Charlottenburg-Wilmersdorf
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