Johannes-Dieckmann-Straße

Mitte, Ortsteil Mitte
Name ab 14.4.1971
Name bis 1.12.1991
Namen
(früher/später)
Taubenstraße (nach 1691-1971)
Bullenwinkel (nach 1691-1886)
Mittelstraße (nach 1691-um 1770)
Taubenstraße (1991)
Namens-
erläuterung
Dieckmann, Johannes, * 19.1.1893 Fischerhude b. Bremen, 22.2.1969 Berlin, Politiker.
Er studierte Volkswirtschaft und Philologie u. a. in Berlin. Von 1919 bis 1933 war er Sekretär von Organisationen der Deutschen Volkspartei und Mitarbeiter Stresemanns. 1933 bis 1941 arbeitete er als Geschäftsführer kohlewirtschaftlicher Verbände. Während des Zweiten Weltkrieges leistete er von 1939 bis 1941 Militärdienst. 1945 gehörte er zu den Mitbegründern der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands in Sachsen. Er wirkte zunächst vor allem in Sachsen, war Abgeordneter des Landtages, Minister für Justiz und stellvertretender Ministerpräsident Sachsens. 1947 rief er die Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft mit ins Leben und war 1963-1968 ihr Präsident. Seit 1949 bekleidete Dieckmann das Amt des Präsidenten der Volkskammer der DDR, ab 1960 war er stellvertretender Vorsitzender des Staatsrates der DDR.
aktueller Name Taubenstraße


© Edition Luisenstadt, 2008
www.berlingeschichte.de