Z. studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Berlin. Dort entwickelte er in den Jahren von 1934 bis 1938 die erste programmgesteuerte Rechenanlage (Z 1) der Welt, die bereits mit binären Zahlen auf mechanischer Basis arbeitete. (Ein Nachbau steht im Deutschen Technikmuseum Berlin.) Drei Jahre später stellte er mit der Z 3 die erste betriebsfähige Rechenanlage vor, die mit elektromagnetischer Relaistechnik und Lochstreifensteuerung gefertigt war. Die Speicherkapazität betrug 64 Wörter. 1949 gründete Z. in Neukirchen eine KG und fertigte 1956 mit der Z 22 den ersten Elektronenrechner, später einen Transistorenrechner. Z. war ein begnadeter Ingenieur und ein weniger glücklicher Unternehmer. Unter seinem Künstlernamen Kuno See schuf er zuletzt phantasievolle Ölbilder.
© Edition Luisenstadt, 1998
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