Die in einem Haus der Diakonie ausgebildete Z. wirkte von 1909 bis 1938 als Oberschwester und Oberin im Kaiserin Victoria Haus in Charlottenburg. Sie gehörte zu den Wegbereiterinnen einer modernen Kinder- und Säuglingspflege. 1912 veröffentlichte sie ihre Säuglingspflegefibel, deren Erfolg so groß war, daß sie in acht Sprachen übersetzt und ca. zwei Millionen mal verkauft wurde. 1927 übernahm sie den Vorsitz des von ihr mitgegründeten Reichsverbandes der Säuglings- und Kleinkinderschwestern. Sie begründete die Notwendigkeit von Mutter-Kind-Abteilen in den Zügen der Deutschen Reichsbahn und setzte deren Einführung durch. Z. wurde auf dem Luisenfriedhof II in Charlottenburg beigesetzt (Ehrengrab).
© Edition Luisenstadt, 1998
www.luise-berlin.de