Sie war die Tochter des Theologieprofessors Adolf von Harnack (18511930) und genoß eine für ihre Zeit ungewöhnlich gute akademische Ausbildung. Ihr öffentliches Engagement begann 1914 mit dem Eintritt in den »Nationalen Frauendienst«, einer Institution zur Linderung der durch den Ersten Weltkrieg verursachten Not. In zahlreichen Veröffentlichungen nahm sie zu Frauenproblemen Stellung. Als Begründerin des Deutschen Akademikerinnenbundes wurde sie 1931 zur Vorsitzenden des Bundes Deutscher Frauenvereine gewählt. Dieser beschloß 1933 die Selbstauflösung, um nicht von der NS-Frauenschaft vereinnahmt zu werden. Sofort nach Kriegsende gründete sie den Berliner Frauenbund 1945 e. V. und erwarb sich Verdienste in der Flüchtlings-, Überlebens- und Rechtshilfe.
© Edition Luisenstadt, 1998
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