Den überwiegenden Teil seines Priesterlebens verbrachte W. im Erzbistum Paderborn. 1948 wurde er dort zum zweiten Weihbischof mit Sitz in Magdeburg ernannt. Im Juni 1951 trat W. mit Einwilligung der DDR-Regierung und des Senats die Nachfolge von Bischof Konrad Graf Kardinal von Preysing (18801950) in Berlin an. Aber schon ein Jahr darauf wurde W. die Einreise nach Ostberlin verweigert: Der Bischof hatte gegen die Enteignung von Kirchenbesitz und die Einschränkung des Religionsunterrichts in der DDR protestiert. W. starb nach schwerer Krankheit im Sommer 1956 und wurde zunächst in der Gruft des Domkapitels in der Liesenstraße beigesetzt. 1968 fand er dann in der neuerbauten Unterkirche von St. Hedwig eine würdige letzte Ruhestätte.
© Edition Luisenstadt, 1997
www.luise-berlin.de