Walden, Herwarth

* 16. September 1878 in Berlin
† 31. Oktober 1941 in Saratow
Musiker, Schriftsteller und Kritiker

W. gründete nach seiner Ausbildung zum Konzertpianisten 1904 den »Verein für Kunst«, ein Podium für junge Autoren. Von 1910 bis 1932 war er Herausgeber der avantgardistischen Zeitschrift »Der Sturm«. In den von 1912 bis 1921 veranstalteten »Sturm-Ausstellungen«, insbesondere im »Ersten Deutschen Herbstsalon« (1913), stellte er der Öffentlichkeit bildende Künstler des Expressionismus vor. Seit 1932 im Moskauer Exil als Lehrer tätig, verstarb der Propagandist sowjetischer Kultur- und Kunstideale nach sechsmonatiger Internierung in einem Straflager an der Wolga. In der Wilmersdorfer Katharinenstraße 5 würdigt eine Gedenktafel das Lebenswerk des Künstlers.

© Edition Luisenstadt, 1997
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