Der Sohn eines freireligiösen Predigers besuchte die Realschule in Bunzlau und schloß 1877 die Lehre als Handlungsgehilfe in Landeshut ab. 1888 ließ er sich als selbständiger Kaufmann in Berlin nieder. Im folgenden Jahr wurde er in die Stadtverordneten- Versammlung gewählt, der er bis 1899 angehörte. Ab 1910 widmete er sich seinem publizistischem Schaffen. Er war Mitarbeiter und Herausgeber verschiedener sozialdemokratischer sowie freidenkerischer Zeitungen und Zeitschriften. Wegen politischer Vergehen wurde V. zu mehreren Gefängnisstrafen verurteilt. Er gehörte von 1914 bis zu seinem Tode dem Vorstand des Bundes freireligiöser Gemeinden sowie des Deutschen Freidenkerbundes an.
© Edition Luisenstadt, 1998
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