Als 12jähriger Schüler kam U. 1874 mit seiner Mutter nach Berlin und ging in die Schneiderlehre. Ab 1878 studierte er zunächst an der Düsseldorfer Akademie, später in Brüssel und Paris. Seine ersten Landschaftsbilder in impressionistischer Malweise entstanden in den Jahren 1882 bis 1884. Nachdem er Kontakte zu Max Liebermann (18471935) und Fritz von Uhde (18481911) aufgenommen hatte, übersiedelte er 1887 endgültig nach Berlin. Um die Jahrhundertwende gestaltete er monumentale Bilder mit religiöser und philosophischer Themenstellung. Der 1921 zum Ehrenmitglied der Sezession ernannte U. hat markante Orte der Stadt Berlin festgehalten (u. a.»Nollendorfplatz«, 1925). Ein großer Teil seines Werkes wurde vom NS-Regime auf den Index gesetzt und vernichtet.
© Edition Luisenstadt, 1998
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