Der aus Sachsen stammende U. wurde 1740 in Berlin ansässig. Seit 1751 war er ausschließlich Formschneider. Er fertigte Tabak-Etiketten für die königliche Tabak-Administration und Vignetten für den Buchhandel. Seine vorzüglichen Holzschnitte, die auch satirischen Inhaltes waren, beeinflußten Adolph Menzel (18151905) und dessen Holzschneider. Er arbeitete auch für den Illustrator Johann Wilhelm Meil (17331805). Durch U. und seinen Sohn Johann Friedrich Gottlieb (1753 1804), der später die väterliche Druckerei übernahm und erweiterte, wurde die Holzschnittkunst wiederbelebt. Letzterer ehrte 1789 seinen Vater mit dem Buch »J. G. U. Denkmal eines Berlinischen Künstlers und braven Mannes, von seinem Sohne«.
© Edition Luisenstadt, 1998
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