Die Tochter eines Schauspielerehepaares wuchs in Berlin auf und kam im Alter von dreizehn Jahren an die Reinhardt-Schauspielschule. Sie debütierte in Lessings »Emilia Galotti« und spielte u. a. am Deutschen Theater und in den Kammerspielen. Zum bejubelten Star wurde sie 1930 bei der Uraufführung der Operette »Im weißen Rößl« im Großen Schauspielhaus. 1933 erhielt sie Auftrittsverbot. Sie entging der Deportation nach Auschwitz, weil ihre Mutter den Meineid schwor, der Jude Fritz Spira sei nicht der leibliche Vater ihrer Kinder, und überlebte im holländischen Exil. 1947 begann ihre zweite Karriere. In Kleists »Der zerbrochene Krug« und in den Filmen »Des Teufels General« und »Rosen für den Staatsanwalt« überzeugte sie ihr Publikum. 1990 trat sie erstmals mit ihrer 1995 verstorbenen Schwester Steffie Spira auf, die in der DDR Theaterkarriere gemacht hatte.
© Edition Luisenstadt, 1998
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