Selbmann, Fritz

* 29. September 1899 in Lauterbach/ Hessen
† 26. Januar 1975 in Berlin
Bergarbeiter, Politiker und Schriftsteller

Der Sohn eines Kupferschmiedes arbeitete schon in früher Jugend als Bergmann im Ruhrgebiet. 1922 trat er der KPD bei und übte bald führende Funktionen in Oberschlesien und Sachsen aus. 1932 wurde S. in den Reichstag gewählt. Als politischer Häftling verbrachte er 12 Jahre in Zuchthäusern und Konzentrationslagern. In der DDR hatte er von 1953 bis 1955 das Amt eines Ministers für Schwerindustrie inne. 1958 wurde er wegen Unterstützung der angeblichen Fraktion Schirdewan/ Wollweber im ZK der SED nicht mehr berücksichtigt. Seit 1964 lebte er als freiberuflicher Schriftsteller und Romancier. Von 1969 bis 1975 war er Vizepräsident des Deutschen Schriftstellerverbandes.

© Edition Luisenstadt, 1998
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