Wegen seiner Sympathien zur Arbeiterbewegung erhielt er den Spitznamen der »Rote Graf«. Er trat 1932 in die NSDAP ein, wandte sich aber nach der Röhm- Affäre von der Nazi- Ideologie ab. 1937 wurde er stellvertretender Polizeipräsident von Berlin. Als stellvertretender Oberpräsident von Schlesien bekam er 1939 Kontakt zum militärischen Widerstand um General Ludwig Beck (18801944). Ein Jahr später erklärte er seinen Parteiaustritt. S. gehörte bei der Vorbereitung des 20. Juli 1944 zum inneren Führungskreis und arbeitete am Entwurf der konservativen Verfassung mit. Nach dem Scheitern des Attentats auf Hitler wurde S. zum Tod am Galgen verurteilt.
© Edition Luisenstadt, 1998
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