S. studierte orientalische Sprachen in Göttingen und Bonn; 1845 promovierte er in Berlin. Ab 1850 war er im auswärtigen Dienst Preußens tätig, so in den Gesandtschaften in St. Petersburg, Kopenhagen, Rom, Mexiko und Washington. Von 1882 bis 1892 war er preußischer Gesandter beim Heiligen Stuhl in Rom. Hier führte er auch Verhandlungen über die Beilegung des Kulturkampfes. Bekannt geworden ist er vor allem durch seine Briefe, die später von seinem Neffen Leopold S. bearbeitet und herausgegeben wurden. Diese Briefe sind nicht nur zeitgenössische Dokumente, sondern auch literarische Meisterwerke.
© Edition Luisenstadt, 1998
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