S. war kein gebürtiger Berliner, verbrachte jedoch den größten Teil seines Lebens in dieser Stadt. Im März 1740 berief ihn König Friedrich Wilhelm I. (16881740, Kg. seit 1713) als Nachfolger des verstorbenen Johann Arnold Noltenius (16881740) auf eine Hof- und Dompredigerstelle. Er galt als guter Kanzelredner und hatte vielseitige Interessen. 1744 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Philosophischen Klasse der Königlichen Akademie der Wissenschaften gewählt. Von 1751 bis 1766 übte er das Amt eines Visitators am Joachimsthalschen Gymnasium aus. Theologisch gehörte S. zu den gemäßigten Aufklärern und Neologen, die nicht mehr mit dem Pietismus sympathisierten.
© Edition Luisenstadt, 1998
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