Nach dem Studium der Kunstgeschichte in Heidelberg promovierte er 1906 zum Dr. phil. und war danach Museumsdirektor in Bremen, Erfurt und Stuttgart. 1920 wurde er zum Reichskunstwart im Reichsministerium des Innern ernannt. Dieses Amt übte er bis 1933 aus. Ab 1945 lehrte R. als Honorarprofessor an der Humboldt- Universität zu Berlin. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Freien Universität und wurde zum ordentlichen Professor für Kunst- und Kulturgeschichte und in der Amtsperiode 1949/50 zum Rektor berufen. Beim Neuaufbau der »Freien Volksbühne« stand R. in vorderster Reihe. Eines seiner wichtigsten Forschungsthemen bildete die Geschichte und die Entwicklung der Kunst und Kultur in Berlin. So veröffentlichte er das Standardwerk »Barock und Rokoko in Schlössern von Berlin und Potsdam«. R. legte eine bedeutende Goethe- Sammlung an, die er 1969 der Stadt Düsseldorf überließ. Der mit der Ernst-Reuter- Plakette in Silber und dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern ausgezeichnete R. fand seine letzte Ruhestätte auf dem Dahlemer St.-Annen- Kirchhof (Ehrengrab).
© Edition Luisenstadt, 1998
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