Sein Leitspruch lautete: »bene qui latuit bene vixit« (Wer im verborgenen gelebt hat, hat gut gelebt). Der Enkel des bedeutenden Berliner Buchhändlers und Philosophen Christoph Friedrich Nicolai (17331811) beschreibt in seinen Jugenderinnerungen (1871) überzeugend und anschaulich das rege kulturelle Leben im Haus seines Großvaters in der Brüderstraße 13. Nach einem ungewöhnlich kurzen Studium von nur einem Jahr erwarb P. den Doktorgrad. Mit dem Tod des Vaters, Hofrat Friedrich Parthey (17451822), übernahm er die Verwaltung der Nicolaischen Buchhandlung, die bis 1866 in seinem Besitz blieb. Als Forscher reiste er nach Italien, Griechenland und Ägypten und veröffentlichte im Ergebnis zahlreiche archäologische Schriften. 1857 wurde P. Akademiemitglied für einen Privatgelehrten eine große Anerkennung. Er starb auf einer Studienreise in Rom, wo er auch bestattet wurde.
© Edition Luisenstadt, 1999
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