Die Tochter des Generaldirektors der Königlichen Museen Ignaz von Olfers zählte zu den führenden Mitgliedern des literarischen »Kaffeter«- Ordens und nahm am Leben der Hofgesellschaft teil. In der Märzrevolution 1848 war sie eine entschiedene Royalistin. Seit 1860 veröffentlichte sie selbstillustrierte Kinderbücher und Novellen. In ihrem Salon verkehrten ab 1891/92 jeweils Donnerstags, später zum »Sonntagstee« u. a. die Maler- und Bildhauerfamilie Begas sowie die Dichter Ernst von Wildenbruch, Hugo von Hoffmannsthal und Rainer Maria Rilke. Anläßlich ihres 80. Geburtstages wurde eine »Marie von Olfers Stiftung« zur Förderung und Prämierung von Kinderbüchern ins Leben gerufen.
© Edition Luisenstadt, 1998
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