O. diente im Ersten Weltkrieg als Generalstabsoffizier und von 1926 bis 1931 in der Abteilung »Fremde Heere« im Reichswehrministerium. Im Krieg gegen Polen 1939 führte er die 24. Infanteriedivision und erhielt das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz. Ab 1938 wurde General Olbricht ein bedeutender Mann des militärischen Widerstandes um Generaloberst Beck gegen Hitler. Er war der technische Organisator des Umsturzplanes »Walküre« zur Entmachtung der NSDAP und der nationalsozialistischen Staatsführung. Im Ergebnis des gescheiterten Attentats vom 20. Juli 1944 wurde O. mit drei weiteren Mitverschwörern ohne standrechtliches Urteil im Hof des Bendlerblocks erschossen. Das Land Berlin errichtete ihm ein Ehrengrab auf dem Alten St. Matthäi- Kirchhof im Bezirk Schöneberg.
© Edition Luisenstadt, 1998
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