O. erlernte in Plauen den Beruf eines Schlossers und studierte von 1920 bis 1927 an der Leipziger Akademie für graphische Künste. Er zeichnete für verschiedene Zeitschriften politische Karikaturen. 1929 trat er als Schnellzeichner im Berliner Kabarett »Katakombe« auf. Fünf Jahre später erhielt O. Berufsverbot, veröffentlichte jedoch unter dem Pseudonym e. o. plauen seine Zeichnungen weiter. Besonders bekannt wurde er durch die in der »Berliner Illustrirten Zeitung« erschienenen humoristischen Bildergeschichten »Vater und Sohn«. 1943 wegen Äußerungen gegen die NS- Herrschaft verhaftet, wählte er im April 1944 in Moabit den Freitod. Eine Schule in Kreuzberg und eine Straße in Hellersdorf (Ohserring) tragen seinen Namen.
© Edition Luisenstadt, 1998
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