Er studierte in Berlin Naturwissenschaften und ließ am 6. Januar 1884 sein »Elektrisches Teleskop«, bekannt als »Nipkowscheibe«, patentieren. Mit seiner Erfindung, die die Bildzerlegung und -zusammensetzung ermöglichte, war er den technischen Möglichkeiten seiner Zeit weit voraus. Erst Jahrzehnte später (18. April 1934) konnte sie bei der ersten Übertragung des Fernsehsenders »Paul Nipkow« in der Krolloper vorgestellt werden. Der Erfinder, der lange Jahre als Ingenieur im Eisenbahnwesen arbeitete, verbrachte seinen Lebensabend in bescheidenen Verhältnissen und wurde auf dem Friedhof III in Pankow bestattet. Eine Straße in Treptow trägt seit 1951 seinen Namen.
© Edition Luisenstadt, 1998
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