Nernst, Walther

* 25. Juni 1864 in Briesen/ Westpreußen
† 18. November 1941 in Ober-Zibelle bei Muskau
Physiker und Chemiker

Der Mitbegründer der physikalischen Chemie studierte in Zürich, Berlin, Graz und Würzburg und begann seine wissenschaftliche Laufbahn als Assistent von Wilhelm Ostwald (1853–1932) in Leipzig. N. war bereits Ordinarius in Göttingen und Erfinder der Nernst-Lampe (1898), ehe er 1905 zum Professor und als Direktor des Instituts für physikalische Chemie nach Berlin berufen wurde. Im Ergebnis seiner Forschungen auf dem Gebiet der Thermodynamik entdeckte er einen neuen Grundsatz der Wärmelehre (Nernstscher Wärmesatz). Der Nobelpreisträger für Chemie (1920) wurde 1922 Präsident der Physikalisch- Technischen Reichsanstalt in Charlottenburg. Von 1925 bis zu seiner Emeritierung war er Direktor des Institutes für Experimentalphysik an der Berliner Universität. Er fand seine letzte Ruhe auf dem Friedhof der St.-Thomas-Gemeinde in Neukölln.

© Edition Luisenstadt, 1998
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