Sie gehörte von 1920 bis 1933 als Abgeordnete der USPD, später der SPD dem Reichstag an. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten lebte sie einige Wochen in der Illegalität und war wiederholt Hausdurchsuchungen durch die Gestapo ausgesetzt. N. wohnte in Köpenick (Alte Dahlwitzer Straße) und behielt weiterhin Kontakt zu ihren ehemaligen Fraktionskollegen Alfred Faust (18831961), Julius Moses (18681942) und Carlo Mierendorff (18971943). Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie von 1946 bis 1954 für die SPD Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus und wurde als erste Frau 1953 mit der Würde einer Stadtältesten geehrt. Ihr Grab befindet sich auf dem Landeseigenen Waldfriedhof Zehlendorf (Ehrengrab).
© Edition Luisenstadt, 1998
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