Er studierte in Breslau, Wien und Berlin, wo er 1932 in eine Anwaltskanzlei eintrat. M. hatte eine liberale Lebensauffassung und war ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Bei Kriegsausbruch war er, Sachverständiger für Völkerrecht, in die Abteilung Ausland beim Oberkommando der Wehrmacht als Verwaltungsrat verpflichtet worden. Zeitgleich knüpfte er mit Graf Yorck von Wartenburg (19041944) Verbindungen zu Gegnern des Naziregimes und initiierte auf seinem Gut den »Kreisauer Kreis«. M. wurde im Januar 1944 denunziert, verhaftet und im Januar 1945 zum Tode verurteilt und hingerichtet. Eine Grundschule in Charlottenburg trägt seinen Namen.
© Edition Luisenstadt, 1999
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