Nach Beendigung der Schulzeit wurde er von seinem Vater in der Kunst des Geigenbaus ausgebildet und von dem berühmten Violoncellisten Heinrich Grünfeld (1855?) musikalisch gefördert. Er heiratete 1897 die Pianistin Emilie Juon, die Schwester des russischen Komponisten und damaligen Professors an der Hochschule für Musik Paul Juon (18721940). 1906 trennte er sich vom Geschäft seines Vaters und gründete eine eigene Werkstatt in Wilmersdorf (ab 1912 in Charlottenburg). Das Werk des Geigenbaumeisters umfaßt ca. 500 bis 600 Instrumente, die von Künstlern des Berliner Philharmonischen Orchesters und von Virtuosen in Dresden und Leipzig erworben wurden. Er gab die Zeitschrift »Die Geige« heraus und veröffentlichte 1930 ein Buch über »Die Kunst des Geigenbaus«. Die Werkstatt wurde nach seinem Tod von dem Mitarbeiter Curt Jung bis 1961 in der Rankestraße 32 weitergeführt.
© Edition Luisenstadt, 1999
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