Er kam 1818 nach Berlin, um sein in Göttingen begonnenes Medizinstudium fortzusetzen. Durch die Bekanntschaft mit dem Berliner Chemiker Heinrich Friedrich Link (17671851) gewann er Interesse an experimentellen Untersuchungen und entdeckte die Isomorphie bei Kristallen. 1825 wurde er zum Professor für Chemie an die Berliner Universität berufen und war zugleich Professor für Physik und Chemie an der Militärakademie. Zwei Jahre später entdeckte er die Selensäure. 1831 legte M. Untersuchungsergebnisse über die Struktur von Permanganaten und neue Nachweismethoden für Phosphor vor. Sein zweibändiges »Lehrbuch der Chemie« (1829/30) fand große Anerkennung. Der 1842 mit dem Pour le mérite für Wissenschaft und Künste geehrte M. war 1854/55 Rektor der Universität und fand seine letzte Ruhe auf dem Alten St. Matthäuskirchhof (Ehrengrab).
© Edition Luisenstadt, 1998
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