Am 29. Januar 1890 gründete der jüdische Unternehmer in der Oranienburger Straße ein »Spiritusund Produkten- Kommissions- Geschäft«, dessen Sitz er schon wenige Jahre später in den Wedding verlegte und in kurzer Zeit zu einem führenden Unternehmen der Branche ausbaute. Sein Erfolgsrezept basierte auf der Idee, sich im gesamten Stadtgebiet durch Filialen Kunden zu sichern. Es dürfte wohl keinen Berliner geben, dem der 1924 kreierte Slogan »Keine Feier ohne Meyer« nicht bestens bekannt wäre. Nach fast 50 Jahren Firmengeschichte wurde die Familientradition durch die Nazis gewaltsam beendet. Der wirtschaftliche Wiederaufstieg erfolgte in den 50er Jahren in West-Berlin.
Die Firma M. ist seit dem 1. Juli 1990 dem Tag der Währungsunion durch Filialen auch in Ost-Berlin vertreten.
© Edition Luisenstadt, 1998
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