M. studierte an der Berliner Bauakademie, die er »infolge des nicht genügenden Ausfalls der schriftlichen und mündlichen Prüfungen als Baumeister« ohne ein Qualifikationsattest verlassen mußte. Seit 1886 errichtete er als Privatarchitekt Geschäfts- und Wohnhäuser. Zu seinen Bauten gehören: das Warenhaus Wertheim am Leipziger Platz (1896 und 1904), die Verwaltungsgebäude der Landesversicherungsanstalt und der AEG, das Bankgebäude der Berliner Handelsgesellschaft, das Säuglingsheim (Auguste-Viktoria- Haus) in Charlottenburg, die Landhäuser »Wertheim« im Grunewald und »Oppenheim« am Wannsee. Für den Neubau der Berliner Museen auf der Museumsinsel entwarf er von 1907 bis 1909 Baupläne, die mit wesentlichen Veränderungen durch seinen langjährigen Freund aus Gymnasial- und Studienzeiten, Stadtbaurat und Ehrenbürger Berlins Ludwig Ernst Emil Hoffmann (18521932), ausgeführt wurden.
© Edition Luisenstadt, 1999
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