M. war seit 1918 Mitglied der USPD, später der KPD und von 1920 bis 1922 Angestellter der Freien Gewerkschaften in Berlin. 1923 ging er nach Mansfeld und vertrat die KPD von 1924 bis 1932 im Preußischen Landtag. Bei Kriegsausbruch 1939 in Frankreich interniert, gelang ihm von dort die Flucht. In Mexiko war er ab 1942 Sekretär der »Bewegung Freies Deutschland«. Im April 1946 wurde er in Abwesenheit in den Parteivorstand der SED gewählt. Seit 1949 Mitglied des Politbüros, schloß man ihn 1950 aus der SED aus und degradierte ihn zum Leiter einer HO-Gaststätte in Luckenwalde. 1955 wurde er aus politischen Gründen in einem Geheimprozeß zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, ein Jahr später aus der Haft entlassen und rehabilitiert. Von 1956 bis zu seinem Tod arbeitete M. als Lektor im Ostberliner Verlag Volk und Welt.
© Edition Luisenstadt, 1999
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