Seine Schlager »Schön ist jeder Tag, den du mir schenkst, Marie Luise«, »Tausend rote Rosen blühn«, »Sag beim Abschied leise Servus« und »Auf der grünen Wiese« sind heute Evergreens. Der Sohn eines Ballettmeisters war seit seinem zehnten Lebensjahr als Tänzer an der Königlichen Hofoper/ Staatsoper engagiert. Im Mai 1926 gründete er den Musikverlag »Meisel und Co.«, der außer seinen eigenen Schlagern auch die Texte und Musik bekannter Autoren wie Peter Kreuder, Eduard Künnecke, Theo Mackeben und Gerhard Winkler herausgab. Ein Bombenangriff beendete am 7. Juni 1944 nach 155 Aufführungen die Erfolgsserie seiner Operette »Königin der Nacht« im Metropol-Theater. Nach 1945 führte er den Verlag erfolgreich weiter. Mit den Schlagern »Café Oriental«, »Ich zähle täglich meine Sorgen«, »Souvenirs«, »Petit fleur« und »Berlin bleibt doch Berlin« knüpfte M. an die Vorkriegserfolge an. Er wohnte im Grunewalder Musikerviertel in der Griegstraße und wurde mit dem Paul-Lincke- Ring geehrt.
© Edition Luisenstadt, 1999
www.luise-berlin.de