Martin, Karlheinz

* 6. Mai 1888 in Freiburg
† 13. Januar 1948 in Berlin
Theaterleiter und Regisseur

Seine Schauspielerkarriere begann in Mannheim. Nach Engagements in Frankfurt am Main und Hamburg kam er nach Berlin und gründete mit Rudolf Leonhard im Sommer 1919 die »Tribüne«, die sich die »Aufführung von literarischen Dramen sozial-ethischen Charakters in einem neuen Darstellungsstil« zum Ziel setzte. Er inszenierte Stücke von Walter Hasenclever (1890–1940) und die Uraufführung »Die Wandlung« von Ernst Toller (1893–1939). Weitere Stationen seines Wirkens waren das Große Schauspielhaus und das Deutsche Theater. Von 1929 bis 1931 war M. Intendant der Volksbühne, erhielt von den Nationalsozialisten Berufsverbot und siedelte nach Wien über. Zur Wiedereröffnung des Hebbel-Theaters am 15. August 1945 inszenierte M. Bertolt Brechts »Dreigroschenoper«.

© Edition Luisenstadt, 1998
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