M. studierte in München Biologie und promovierte 1933. Seit 1938 lebte sie in Berlin, wo sie auch ein zweites Studium abschloß. M. verbarg jüdische Bürger und politisch Verfolgte in ihrer Wohnung und half ihnen, das Land zu verlassen. Seit 1940 arbeitete sie eng mit der Schwedischen Victoriagemeinde in Berlin zusammen. Nach Beendigung des Krieges fand sie dank ihrer perfekten Englisch- und Französischkenntnisse Arbeit bei den Alliierten. Drogenprobleme führten zum Entzug ihrer Zulassung als Tierärztin, die sie aber nach einer therapeutischen Behandlung wiedererlangte. Im Jahre 1968 erschienen bei Ullstein ihre Memoiren »Schlage die Trommel und fürchte dich nicht«. Das Land Berlin ehrte die in Kreuzberg wirkende M. 1989 mit dem Verdienstorden.
© Edition Luisenstadt, 1998
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