In Berlin gründete L. im Jahre 1870 eine Nähmaschinenfabrik, in der später Werkzeugmaschinen und Waffen hergestellt wurden. Durch die erstmalige Anwendung fortgeschrittener Verfahren konnte er Massengüter produzieren und hohe Gewinnspannen erzielen. Als liberaler Politiker vertrat er seinen Wahlkreis in der Stadtverordnetenversammlung von Berlin und beschäftigte sich dabei vorwiegend mit Fragen der Finanzen und des Schulwesens.
L. gehörte seit 1877 dem Preußischen Landtag an und war von 1878 bis zum Lebensende Reichstagsmitglied. Sein Grab befindet sich auf dem Jüdischen friedhof an der Schönhauser Allee.
© Edition Luisenstadt, 1998
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