K. studierte Malerei und Graphik an der Kunstgewerbeschule in München. Als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg lernte er schon früh den Chauvinismus in der wilhelminischen Armee kennen und wurde Pazifist und Kommunist. 1919 gehörte er zu den Begründern der Kommunistischen Jugendinternationale und stieg zum Sekretär ihres Exekutivkomitees mit Sitz in Berlin auf. Von 1929 bis 1932 lehrte er an der Marxistischen Arbeiter-Schule. Seit 1934 lebte K. als Emigrant in Moskau und war bis 1935 persönlicher Referent von Georgi Dimitroff (18821949), ab 1943 stellvertretender Chefredakteur der Zeitung des »Nationalkomitees Freies Deutschland«. 1954 kehrte er in die DDR zurück und war maßgeblich an der Gestaltung der sozialistischen Kulturpolitik (»Bitterfelder Weg«) beteiligt, in der er durch Dogmatismus hervorstach.
© Edition Luisenstadt, 1998
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