Der Sohn eines Pfarrers studierte in Leipzig, promovierte in Tübingen zum Dr. rer. pol. und war von 1912 bis 1923 Oberbürgermeister von Zittau. 1919 wurde er Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei, die er von 1922 bis 1932 im Reichstag vertrat. Im Januar 1926 berief ihn der parteilose Reichskanzler Hans Luther (18791962) zum Reichsminister des Innern. 1931 wurde er zum Oberbürgermeister von Dresden gewählt, jedoch bereits zwei Jahre später durch den Reichskommissar für Sachsen aus politischen Gründen seines Amtes enthoben. Anschließend arbeitete K. als Rechtsanwalt in Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er Mitbegründer und erster Vorsitzender der Liberal-Demokratischen Partei.
© Edition Luisenstadt, 1998
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