Krause, Willi

* 2. Juli 1903 in Königsberg/ Ostpreußen
† 4. Dezember 1987 in Berlin
Zimmerer, Kommunalpolitiker

Er fand nach bestandener Gesellenprüfung und Wanderschaft 1928 in Berlin seinen endgültigen Wohnsitz. Als Gewerkschafter und SPD-Mitglied übte er bis 1933 mehrere ehrenamtliche Funktionen aus. Die schweren Jahre der Hitler-Diktatur überstand K. in der „inneren Emigration". Nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges und Gründung der Unabhängigen Gewerkschaftsorganisation wurde K. zum Vorsitzenden der Industriegewerkschaft Bau-Steine-Erden und in den Vorstand des DGB gewählt. In dieser Funktion organisierte er Programme zur Arbeitsbeschaffung. Mehrere Jahre gehörte K. dem Wilmersdorfer Kreisvorstand der SPD an und vertrat seine Partei von 1950 bis 1971 im Bezirksparlament. In Anerkennung seiner langjährigen kommunalpolitischen Verdienste erhielt er 1973 die Würde eines Stadtältesten. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes wurde auf dem Landeseigenen Friedhof in Wilmersdorf (Ehrengrab) beigesetzt.

© Edition Luisenstadt, 1998
www.luise-berlin.de