Zu Beginn seiner militärischen Karriere diente er als Leutnant im 1. Garderegiment zu Fuß in Potsdam. Der mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnete K. war Zeuge der Kaiserproklamation im Spiegelsaal von Versailles (18. Januar 1871) und am 1. März 1871 Teilnehmer der Heerschau vor Kaiser Wilhelm I. (17971888) auf dem Place de la Concorde in Paris. K. entsagte nach schwerer Krankheit dem Alkohol. Er fand Kraft im Glauben, und 1888 nahm er seine Arbeit beim Blauen Kreuz in Berlin auf, um gegen die Trunksucht zu kämpfen. An seiner Eingangstür hing ein Schild mit der Inschrift »die Trunkenbolde (werden) das Reich Gottes nicht ererben«. Der Mitbegründer und Leiter des Blauen Kreuzes in Deutschland wurde auf dem Garnisonsfriedhof Süd an der Hasenheide bestattet.
© Edition Luisenstadt, 1998
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