Grüneberg, Johann Heinrich

* 13. Mai 1819 in Berlin
† 9. Oktober 1872 in Berlin
Koch

Der Konservenfabrikant G. wurde mit allen militärischen Ehren begraben. Er entwickelte mit seiner Erbswurst, der »Grünebergerin«, im Jahre 1867 ein Nahrungsmittel, mit dem die damaligen Sorgen um eine dauerhafte Truppenversorgung während des Deutsch- Französischen Krieges (1870/71) gelöst werden konnten. Der preußische Staat kaufte ihm die Erfindung für 35 000 Taler ab, und G. produzierte mit 1 700 Arbeitern in seiner Konservenfabrik täglich 65 000 kg Erbswurst.
Später wurde die »Grünebergerin« auch von den Hausfrauen entdeckt, die das mit Speck versetzte preiswerte Gericht bald sehr zu schätzen wußten.

© Edition Luisenstadt, 1998
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