Als engagierte Verlegerpersönlichkeit hat sie über Jahrzehnte die deutsche Kinder- und Jugendliteratur mitgeprägt. Nach dem Besuch des Lyzeums in Köpenick, legte sie die Prüfung einer Handelsgehilfin ab und führte danach eine Buchhandlung in Schöneberg. 1943 erwarb sie die Breitkreutzsche Buchhandlung und wandelte diese 1944 in die »Altberliner Bücherstube« um, die sich in der Neuen Schönhauser Straße 8 (Mitte) befand. Mit der Gründung des Altberliner Verlages 1945 schuf sie einen Kinder- und Jugendbuchverlag, der sich internationale Anerkennung erwarb. Ab 1951 erschienen in sechs Bänden »Die Söhne der großen Bärin« von Liselotte Welskopf-Henrich (19011979). G. war Leiterin der Berliner Buchhändler und Verlegervereinigung (Ost) und Mitglied im Verlegerausschuß des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig.
© Edition Luisenstadt, 1998
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