Der Sohn eines Weddinger Droschkenunternehmers und selbst Taxifahrer kannte Berlin aus dem »Effeff«. Von einem Professor der Staatlichen Kunsthochschule gefördert, erhielt er 1936 von der Stadt ein Stipendium zur Ausbildung als Pressezeichner. Nach Militärzeit und Gefangenschaft fuhr B. wieder Taxi und erlangte Popularität als Karikaturist bei der »Berliner Morgenpost«. Unter dem Pseudonym »Willibald, der Taxifahrer« karikierte B. Mitmenschen in der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs. Eine Retrospektive in der Rathaus-Galerie Reinickendorf zeigte 1989 eine Auswahl von 400 Ölbildern, Aquarellen und Karikaturen aus seinem Nachlaß.
© Edition Luisenstadt, 1998
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