Der promovierte Betriebswirtschaftler gehörte zu den ersten Männern des deutschen Rundfunkwesens. Bereits 1926 trat er in den Dienst der neugegründeten Reichsrundfunkgesellschaft und war als Leiter der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Darüber hinaus gab er seit 1929 die Rundfunkjahrbücher heraus, bis er Ende 1933 aus politischen Gründen von den Nationalsozialisten aus dem Dienst entfernt wurde. Von 1935-1945 ging er einer Beschäftigung in der Luftfahrtindustrie nach und schloß sich der Widerstandsgruppe um Julius Leber (18911945) an. 1945 wurde A. Bezirksverordneter und Fraktionsvorsitzender der SPD in Zehlendorf. A. erwarb sich Verdienste als Rundfunkbeauftragter des Senats und war Initiator und Direktor des Deutschen Rundfunkmuseums (19651968).
© Edition Luisenstadt, 1998
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