Ahlsberg, Max

* 16. Oktober 1877 in Bonn
† 11. September 1933 in Samaden/ Schweiz
Jurist und Rechtsanwalt

Der an den Universitäten München, Berlin, Leipzig und Bonn ausgebildete Jurist eröffnete im November 1916 eine Kanzlei am Nollendorfplatz. Er gehörte zu den bekanntesten deutschen Strafverteidigern und hatte einen Lehrauftrag an der Berliner Universität. Im »Weltbühnenprozeß« (1931) vertrat er den wegen »Verrats militärischer Geheimnisse« angeklagten und zu 18 Monaten Gefängnis verurteilten Publizisten Carl von Ossietzky (1889–1938). Die Rechtsanwaltkammer setzte A. deshalb im Mai 1933 auf eine Liste der Anwälte, denen die Zulassung entzogen werden sollte. Er floh über Baden-Baden in die Schweiz und wählte resigniert in einem Sanatorium den Freitod.

© Edition Luisenstadt, 1998
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