Bosch Geschäftshaus

Charlottenburg,
Bismarckstraße 71,
Fritschestraße 32.

Das fünfgeschossige Eckgebäude wurde 1916/17 von Richard  Kontext zu: Bielenberg RichardBielenberg und Josef  Kontext zu: Moser JosefMoser als Geschäftshaus errichtet. Das Gebäude ist ein bemerkenswertes Beispiel der beginnenden Moderne (mit Reminiszenzen an die Bauweise um 1800) in Berlin. Ursprünglich befanden sich im Untergeschoss Lager-, Pack- und Betriebsräume, im Erdgeschoss Verkauf, Vorführung und Werkstatt und in den Obergeschossen Büroräume. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus nur leicht beschädigt. Der Mauerwerksbau hat eine Fassade aus Muschelkalkplatten. Im Erdgeschoss erstrecken sich große Fenster. Die Fenster der Obergeschosse sind zu Gruppen zusammengefaßt. Mittels durchlaufender Achsen wird das Gebäude vertikal gegliedert. Über dem vierten Stockwerk befindet sich über die gesamte Front ein Dreiecksgiebel. Darüber erstreckt sich ein hohes Walmdach mit rotbraunen Schindeln sowie dem roten Schriftzug BOSCH. Genau auf der Ecke befindet sich ein halbrunder Vorbau, der vor dem 4. Stock endet. Auf damals übliche Ornamente an der Fassade wurde weitgehend verzichtet. Das Erdgeschoss wurde mehrmals umgebaut. Im Jahre 2002/03 wurde das Gebäudeinnere umgebaut. Im Haus befindet sich die Bosch-Repräsentanz. Bosch (225 000 Mitarbeiter) stellt vor allem Kraftfahrzeugtechnik und Automobilelektronik her, aber auch Erzeugnisse aus den Bereichen Industrietechnik, Elektrowerkzeuge, Sicherheitslösungen und Heimgeräte. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Quellen und weiterführende Literatur:
Literatur[ Architekturführer, BuB IX ]

 

© Edition Luisenstadt, 2005    Stand: 3. Jan. 2005
Berliner Bezirkslexikon, Charlottenburg-Wilmersdorf
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