Widerstand der Bekennenden Kirche
Kontext: Niemöller, MartinNiemöller, Martin


Inschrift:
Acht führende Vertreter der Bekennenden Kirche /
der Altpreußischen Union wurden am 26.6.1937 /
in dieser Kirche verhaftet - am 1.7.1937 /
erfolgte die Verhaftung Pastor Niemöllers, /
der nach der Untersuchungshaft, Prozeß und Einkerkerung /
in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau /
1945 befreit wurde. /
Unweit von hier, an der Stechbahn 3/4, befand sich /
von 1939 bis 1940 das "Büro Pfarrer Grüber", /
das vielen rassisch Verfolgten solidarische Hilfe zu leisten vermochte.

Technische Daten:
rechteckige Kupfertafel, ca. 100 cm x 70 cm

Standort:
Werderstraße (Mitte)
Besondere Ortsangabe: rechts im Vestibül der Friedrichswerderschen Kirche
Besondere Ortsangabe: Friedrichswerdersche Kirche,
Verkehrsanbindung U 6 bis Französische Straße, Bus 147 oder 257 bis Gendarmenmarkt

Bekennende Kirche Bereits 1932 isolierten sich innerhalb der evangelischen Kirche die sogenannten Deutschen Christen. Die Kirchenwahlen im Juli 1933 brachten die evangelische Kirche z. T. in die Hände von Christen, die den deutschen Faschisten dienstbar waren. Am 21.9.1933, trafen sich Pastor Martin Niemöller und andere evangelische Würdenträger, die zur braunen Synode vom 5.9.1933 in Opposition standen. Es wurde der Pfarrernotbund gegründet. Die Vertreter der Bekennenden Kirche leisteten aktiv Widerstand gegen das NS-Regime. Im Juni 1937 traf sich der Bruderrat - das Führungsgremium der BK - im Altarraum der Friedrichswerderschen Kirche zu einer konspirativen Beratung. Die Gestapo hatte davon gehört und verhaftete mehrere Anwesende, darunter Pfarrer Hans Böhm, Fritz Müller, von Rabenau und Assessor Friedrich Justus Perels.

Einweihung 1987

Bemerkungen:
In Zehlendorf, Thieleallee 1-3, erinnert ebenfalls eine Tafel an M. Niemöller. Am 26.8.1992 erhielt ein Platz in Pankow (Niederschönhausen) seinen Namen.


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