Schloßbrücke

Inschrift:
SCHLOSSBRÜCKE /
ERBAUT 1821-1824 /
NACH ENTWÜRFEN VON /
KARL FRIEDRICH SCHINKEL

Technische Daten:
81,5 cm x 50,5 cm

Standort:
Karl-Liebknecht-Straße/Unter den Linden (Mitte)
Verkehrsanbindung Bus 100, 157, 348 bis Am Festungsgraben

Schloßbrücke 1573 war an dieser Stelle auf Geheiß des Kurfürsten Johann Georg (1525-1598) eine Zugbrücke - die Hundebrücke - errichtet worden. Sie wurde so genannt, da sich an ihr die Jäger mit ihren Hunden zur Jagd im Tiergarten trafen. Die Brücke stellte die gerade Verbindung zwischen dem Schloß und dem Terrain des Tiergartens dar. 1736 erfuhr das Bauwerk eine Veränderung. Die Holzbrücke wurde zu einer Klappbrücke, um den Schiffverkehr auf der Spree zu ermöglichen. Bis 1820 blieb die Brücke in diesem Zustand erhalten. Für die heutige Schloßbrücke legte am 30.6.1819 F. K. Schinkel den Entwurf vor. Am 29.5.1822 erfolgte die Grundsteinlegung und 1824 war die Brücke fertig. Am 28.11.1823 wurde sie provisorisch befestigt, da über sie der feierliche Zug für die nach Berlin gekommene Kronprinzessin geleitet wurde. Das Geländer gab nach, und dieses Unglück kostete 22 Menschenleben. Die Figurengruppe auf der Brücke war von Schinkel eigentlich als Kupfertreibarbeit geplant. Die Arbeit wurde zwischen 1842 und 1857 in Marmor ausgeführt. Die Figuren stellen Siegesgöttinnen und Krieger dar, die als Denkmale für die Befreiungskriege gedacht waren. Ausgeführt haben diese Figuren verschiedene Künstler. Während des Zweiten Weltkrieges waren die Figuren abgenommen worden. Am 29.4.1981 wurde mit der Rückführung der Figuren begonnen. Am 20.5.1981 war das Vorhaben abgeschlossen. Am 20. und 21.9.1983 waren die ersten vier Figuren aufgestellt.

Literaturhinweise
Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Hauptstadt Berlin, a. a. O.
Dehio, Georg: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, 1994
Berliner Geschichte. Dokumente, Beiträge, Informationen. Stadtarchiv der Hauptstadt der DDR, 1982, Heft 3
Berliner Geschichte. Dokumente, Beiträge, Informationen. Stadtarchiv der Hauptstadt der DDR, 1983, Heft 5
Kieling, Uwe: Baumeister und Bauten, a. a. O.


© Edition Luisenstadt, 1998 - 2003         Stand:        www.berlin-geschichte.de